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Kurzbiografie Bedřich Smetana wurde am 2. März 1824 in Litomyšl (Böhmen) als Sohn eines Brauers geboren. Er erhielt früh Klavierunterricht und studierte ab 1843 in Prag bei Josef Proksch. Nach einem Aufenthalt in Schweden, wo er von 1856 bis 1861 als Dirigent und Musiklehrer in Göteborg tätig war, kehrte er nach Prag zurück und widmete sich dem Aufbau eines tschechischen Nationaltheaters und Musiklebens. Ab 1874 taub geworden, komponierte er dennoch weiter; er starb am 12. Mai 1884 in einer Prager Heilanstalt.
Musikhistorische Einordnung Smetana gilt als Begründer der tschechischen Nationalmusik und ist der Epoche der Romantik zuzuordnen. Sein Stil verbindet die sinfonische Dichtung in der Nachfolge Liszts mit tschechischen Volksmelodien, Tänzen und nationalen Sujets. Mit seinen Opern und sinfonischen Dichtungen schuf er die Grundlagen für eine eigenständige tschechische Musiktradition, auf die später Antonín Dvořák und Leoš Janáček aufbauten.
Persönliche Bezüge Josef Proksch war Smetanas wichtigster Klavierlehrer in Prag in den frühen 1840er-Jahren. Franz Liszt stand Smetana als Vorbild und Förderer nahe; Smetana sandte ihm frühe Kompositionen und Liszt empfahl deren Veröffentlichung. Antonín Dvořák war kein direkter Schüler Smetanas, begegnete ihm jedoch im Prager Musikleben und wurde von seinem Nationalstil beeinflusst (Art des Bezugs: Zeitgenosse und Nachfolger in der tschechischen Nationalmusik).
Wichtige Werke
Má vlast (Mein Vaterland) – Zyklus sinfonischer Dichtungen (1874–1879)
Die verkaufte Braut (Prodaná nevěsta) – Oper (1866, rev. 1870)
Dalibor – Oper (1868)
Libuše – Oper (1872, UA 1881)
Das Streichquartett Nr. 1 e-Moll „Aus meinem Leben" – Kammermusik (1876)
Das Streichquartett Nr. 2 d-Moll – Kammermusik (1882–1883)
Die Teufelswand (Čertova stěna) – Oper (1882)
Polkas für Klavier (u. a. op. 7 und op. 8) – Klaviermusik (1840er–1850er Jahre)
Hakon Jarl – Sinfonische Dichtung op. 16 (1861)
Richard III. – Sinfonische Dichtung op. 11 (1858)